Traumaberatung


grn blmchenTraumatische Erlebnisse sind Situationen in denen wir Menschen von Ereignissen überrascht werden. Durch plötzliches Autreten einer Situation und die Heftigkeit/Intensität wird bei Betroffenen ein Schreck- bzw. Schockzustand ausgelöst und der/die Betroffene ist damit in einem hohen intrapsychischen Stresszustand.

Eine Situation ist somit dann traumatisch, wenn ein Mensch plötzlich und unerwartet oder aber auch langanhalten oder gar permament ansteigend einer bedrohlichen oder ängtigenden Situation ausgesetzt ist.
Er/sie kann sich der Situation nicht anpassen oder der Situation nicht entkommen, er/sie wird von ihr überrollt und es entsteht der sogenannte Schockzustand oder auch Verwirrungszustand. Das geschieht ebenfalls dann, wenn man auch nur Zeuge eines erschreckenden Ereignisses wird.
Hier kommt es oft zu Verwechslungen. Der Begriff Trauma wird oft auch zu Unrecht benutzt, beispielsweise in Situationen, in denen starke Gefühle wie Wut, Trauer, Schmerz, Eifersucht, Ärger und Enttäuschung uvm erlebt wird. Es wird deshalb so oft verwechselt, weil die intrapsychische Konflikthaftigkeit bei auftreten solcher Gefühle oft als sehr ähnlich erlebt wird.

Das Gefühl des Ausgeliefertsein entsteht deshalb, weil intrapsychisch auch keine kognitiven mit anderen Lebenssituationen vergleichbaren Einordnungs- und Handlungskonzepte abgerufen werden und deshalb auch nicht genutzt werden können. Gleichzeitig werden aus tieferliegenden Zentren des Gehirns emotional-affektive Reaktionen wie beispielsweise Angst, Verzweiflung, Auflehnung, Aggression, Wut ... aktiviert, können aber nicht in gezielte Reaktionen oder gesteuerte Handlungen umgesetzt werden.

Nicht jede Traumatisierung geht mit einer Posttraumatischen Belastungsreaktion oder Belastungsstörung einher.

In der Traumaberatung geht es vor allem darum, dass betroffene Menschen Unterstützung erhalten, sich selbst wieder gut zu regulieren und die eigene Balance wieder herzustellen und teilweise auch ein kognitives Verständnis für ihre derzeitige Situation zu erlangen. In der Stabilisierungsphase biete ich Ihnen Imaginationsübungen an, um mit deren Hilfe die eigene Stabilität und die eigene Regulationsfähigkeit zu fördern. 

Es gibt große Traumata, das sind Erlebnisse, existenzieller äußere oder innere Bedrohung durch Gewalteinwirkung oder auch Gewaltandrohung auf den Körper wie physische und sexuelle Misshandlungen oder andere kriminelle Angriffe auf den Körper oder das Leben. Ebenfalls Angriffe auf die emotionale oder soziale Existenz. Wie etwa bei Terror oder Foltererlebnissen in kriegerischen, politischen und kriminellen Zusammenhängen. In Natur und Verkehrskatastrophen, bei Unfällen, bei schweren Erkrankungen und auch bei plötzlichen Verlusten vertrauter Menschen.

Bei kleineren Traumata die weniger Katastrophische Ereignisse beinhalten, die aber mit Schreck und Angst in Verbindung mit einem großen Anteil an bestürzender Beschämung, Peinlichkeit, tiefe Verunsicherung, vermeintlicher oder real hervorgerufene Schuld einhergehen und mit der gleichen Unausweichlichkeit wie die großen Traumata den Betroffenen widerfahren.

Und dann gibt es noch die innerlich katastrophischen Traumata von Menschen verursacht. Hierzu gehören vor allem die physische Misshandlungen insbesondere sexuelle Gewalt Handlungen (darunter verstehen wir vor allem gewaltsames genitales, anales, orales Eindringen in den Körper mit Penis, Finger, Gegenständen = Vergewaltigung). Hierbei beachte man besonders die seelische Grausamkeit und schwere Vernachlässigung, wenn diese Handlungen durch vertraute Menschen geschehen. Also hierbei sogar der distanzierende Schutz wegfällt. Ganz besonders schwer ist die Traumatisierung, wenn diese Traumatisierungen sehr früh in der Kindheit begonnen und auch wenn sie längere Zeit anhielten, dabei nicht ausgesprochen werden durften und dadurch kein Schutz oder Trost erfahren werden konnte. Traumatisierte Menschen haben das Gefühl des Ausgeliefertseins, intrapsychisch und auch kognitiv gibt es keine Lebenssituationen die vergleichbar wären, so dass traumatisierte Menschen keine Einordnungs- beziehungsweise Handlungskonzepte abrufen können und deshalb auch nicht benutzen können. Wenn traumatisierte Menschen in einer traumatischen Situation nicht kämpfen oder flüchten können kommt es stattdessen zur Erstarrung und zu dem so genannten Einfrieren dieser Erfahrung als Ganzes und ebenfalls kommt es hier leider auch häufig zum Fragmentieren der sensorischen, kognitiven, emotionalen und körperlichen Erlebnisaspekte des traumatischen Ereignisses im Gedächtnis. Das Schreck beziehungsweise Angst Niveau steigt gemeinsam mit den dazugehörigen Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol sehr hoch an. Traumatisierte Menschen erleben in dieser traumatischen Situation eine Lähmung des Denkens, des Fühlens und des Handelns. Das Körper eigene Opiate System mit den Stoffen Endorphin und Anti fallen springt an, was in der Folge dann zu einer betäuben den Schmerz und Angstreduktion beziehungsweise zum kompletten abschalten führt. Dieser Schutzmechanismus hilft traumatisierten Menschen in dieser Situation zu überleben. 

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