Wissenswertes

Thema Resilienz 

Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können. Systeme müssen von innen oder außen kommende Störungen ihres Zustandes ausgleichen oder unter Aufrechterhaltung ihrer Systemintegrität ertragen.

Es gibt Menschen die viele Schicksalsschläge erlitten, Verluste erlebt haben und sie sind möglicherweise auch Opfer von traumatischen Ereignissen geworden und trotzdem wenden Sie sich immer wieder recht schnell ihrem Leben zu und machen weiter. Sie stehen dabei aufrecht, ihre Würde spüren Sie recht bald wieder, sie sind relativ gesund. Man spricht von diesen Menschen als sehr resilient. Sie wenden sich trotz großer Widrigkeiten schnell wieder ihrem Leben zu und hadern nicht mit ihrem Schicksal. Andere Menschen hingegen knicken schnell ein auch schon bei kleineren Einbrüchen bei kleineren Widrigkeiten. Bei diesen Menschen spricht man davon dass die Resilienzfähigkeit nicht besonders gestärkt ist.
Kein Mensch kann etwas dafür ob er in ein Umfeld hineingeboren wird, in dem es viele Resilienzfaktoren gibt oder in eines, welches diese Fähigkeit nicht ausgebaut hat. Aber wir können alle etwas dafür tun, dass wir unsere Resilienzfähigkeit steigern.
Inzwischen wissen wir viel mehr darüber was die Resilienzfähigkeit stärkt und fördert.

Hier möchte ich aufzeigen, wie es funktionieren kann.
Orientierung bringt uns weiter als das Nachdenken über das Pathologische. Vermeiden wir die Gedanken über das was schlecht ist was schwierig ist und wenden wir uns den Ressourcen zu, so wirkt sich das unmittelbar auf unser Denken und Tun aus. Denken wir an gute helfende Aspekte, so geht es uns besser als wenn wir darüber nachdenken, was schwierig ist und was uns hindert. Mithilfe der Gedanken ermöglichen wir uns ein anderes Bild von uns selbst. Unser Bild von uns selbst greift sofort in unser Sein mit ein. Es macht großen Sinn einmal genauer hinzuschauen, wie wir Schwieriges bewältigt haben. Wir werden von jedem Bewusstmachen was hilfreich war, wer an unserer Seite war in der Zukunft profitieren. 
Machen wir uns unsere Fähigkeiten und unsere Stärken bewusst so entwickeln wir diese Fähigkeiten und diese Stärken auch weiter und setzen sie gezielt und sehr bewusst ein. Mit jeder Bewältigung in schwierigen Situationen in unserem Leben, steigern wir die Fähigkeit mit Schwierigen umzugehen. Wir erwerben immer mehr Bewältigungsstrategien weil wir sie sozusagen ein Leben lang trainieren, ohne dass wir es uns bewusst machen. Wichtig an dieser Stelle: wenn wir es uns bewusst machen sorgen wir selbst dafür, dass noch mehr Befähigung entsteht. Denn an dieser Stelle setzen wir unser Wissen ein um uns zu stärken und es wird uns niemand daran hindern (außer wir selbst) uns weiter zu entwickeln und mehr und mehr zu lernen, Fähigkeiten zu erwerben und auszuprägen.
Wir können unsere Fähigkeiten schulen, wann immer wir eine schwierige Situation bewältigen wird es unsere Befähigung schulen und erweitern, weil wir sie in dieser Situation trainieren.

In meiner Arbeit an diesem Konzept sind meine Ressourcen diesbezüglich gut angewachsen, ich habe mich oft glücklich gefühlt durch die eigene Beschäftigung mit den Themen war ich sozusagen immer auf der Sonnenseite, oder im Flow, ich habe sogar meine Arbeit am Konzept als Genuss erlebt und nicht als Arbeit. Meine Gedanken waren immer damit beschäftigt zu schauen, was hilft, was gut tut und was weiter bringt.

Wichtige Aspekte sind Akzeptanz und Optimismus. 
Wir müssen uns erst einmal ganz und gar frei machen und das schaffen wir, indem wir das Problem oder die Schwierigkeit, die uns auf unserem Weg begegnet annehmen wie sie ist. Wir bekommen sie sowieso nicht anders, auch durch unser Wollen nicht. Die Schwierigkeit bleibt wie sie ist, wir können sie nicht einfach so verändern. Wenn wir etwas nicht ändern können, können wir uns aber zumindest von den Gedanken daran, wie es gewesen wäre, wenn ..., verabschieden, denn diese Gedanken stören uns in unserem normalen Alltag. Sie hindern uns daran unseren Fokus auf das Hilfreiche zu setzen. Mit diesen Gedanken können wir nicht nach vorne schauen. Sie bündeln unsere ganze Energie. Energie, die uns an anderer Stelle fehlen wird. Wir könnten stattdessen das Gute im Schlechten sehen. Wir könnten uns fragen, warum passiert das jetzt gerade? Was darf oder soll ich daraus lernen? Beschäftigen wir uns mit den Gedanken an das was hätte sein können, bleiben wir in der Opferrolle. Aus der Opferrolle heraus können wir nicht wirklich etwas verändern. Aber verlassen wir diese Opferrolle und übernehmen die Verantwortung dann können wir anfangen mit den gegebenen Problemen umzugehen und einen Weg daraus zu finden.
Was können wir noch tun? Hilfreich ist, soziale Beziehungen aktiv zu leben! Krisen nicht als unüberwindbar sondern als Chance zu akzeptieren! Veränderungen als Teil des Lebens akzeptieren! Eigene Ziele anstreben und dabei aktiv werden! Belastungen als Gelegenheiten zum wachsen ansehen! Positives Selbstbild pflegen! Eine breitere Perspektive behalten! Optimistisch und hoffnungsvoll bleiben! Wohlwollend und gut für sich sorgen!
Welche Quellen und Hilfsmittel führen zu einem Leben, das als erfüllend und blühend erlebt wird? Ressourcen verhelfen uns zu größerer Resilienzfähigkeit. Neuorientierung bringt uns weiter! 
Optimismus lässt uns von innen heraus strahlen und schafft die unverzichtbare Grundlage für ein gutes stabiles Lebensgefühl und damit dann auch die innere Stärke für Resilienz, niemand wird von heute auf morgen Optimist, manche bekommen es in die Wege gelegt und die meisten müssen selbst lernen wie es geht Optimist zu werden. Wir können es aber trainieren wir können trainieren positiver zu denken, unser Gehirn macht es eh schon ganz gut es speichert positives Erleben und Eindrücke lieber als negatives Erleben. Optimisten sind gesünder, erfolgreicher, leistungsfähiger, sie spüren weniger Stress, sie geben seltener auf, sie ärgern sich weniger, sie sind seltener deprimiert, Sie haben weniger Ängste, Sie fühlen sich seltener einsam, sie leiden weniger unter altersbedingten körperlichen Beschwerden und sie leben länger. Der Optimist sieht die Situation differenzierter als der Pessimist. Optimisten erwarten, dass Ihnen das Leben mehr Gutes als Schlechtes bescheren wird. Optimisten halten Niederlagen für vorübergehend. Sie erwarten dass sie Niederlagen in absehbarer Zeit bewältigen. Sie schieben sich selbst nicht automatisch die Schuld für Niederlagen zu. Sie schauen genau hin und analysieren wie es zur Niederlage kam. Sie betrachten eine schwierige Situation eher als eine Herausforderung, die von Ihnen besondere Anstrengungen verlangt. Sie sehen Fehler nicht als etwas Schwieriges an sondern als etwas was sie weiterbringt. Wer keine Fehler macht erlebt auch keine Fortschritte. Optimisten, Glückskinder und Überlebenskünstler wissen, was sie froh macht – unabhängig von der aktuellen Tages Verfassung, Jahreszeiten oder anderen Menschen. Manche Menschen sind glücklich, wenn sie aus dem Fenster schauen und die Natur wahrnehmen wie sie ist. Manche Menschen sind glücklich wenn sie bequeme Schuhe tragen.

Ein paar Ressourcenfragen:
Welche Ressourcen bringst du aus deinem Herkunftssystem mit? Welche Teile deiner Persönlichkeit erlebst du als Ressourcen? Was hast du bei Umwegen und Verzögerung in deinem Leben gefunden? Welche Brüche welches Scheitern gab es in deinem Leben und was hast du daraus gewonnen? Welche Erfahrungen bringst du mit von den Grenzen des Lebens (Verluste, Krankheit, Unfall, Alter, Geburt und Tod…)? Welche Ressourcen bringst du aus deinen gelebten Liebesbeziehungen mit? Welche Ressourcen hast du dir erarbeitet und wie wichtig ist es dir? (Erfahrungen, Bildung, Geld, Besitz, Beziehungsnetz…) Was hast du aus deinem Tun, deiner Lebensaufgabe, deinem Beruf gewonnen? Hast du durch Vorbilder ebenfalls Ressourcen entwickeln können? Welche Kraftquellen hast du für dich in der Literatur gefunden? (Texte Geschichten Romane Biografien Gedichte…) Gibt es Schätze, die aus spirituellen Quellen oder Erfahrungen stammen? Welche Ressourcen warten in der Zukunft auf dich? Eine wichtige Ressourcen als Paar und auch für jeden Menschen alleine ist die Sexualität, durch eine erfüllende Sexualität können Glücksgefühle ausgelöst werden Stressoren abgebaut werden und Zufriedenheit hergestellt werden. Ebenfalls sollten wir nicht unterschätzen das Bindungshormon Oxytocin, das durch eine erfüllende Sexualität ausgeschüttet wird.
Achte auf deine Grenzen, was macht dich verletzlich und was schützt dich? (Hier ist Beruf und Privatleben angesprochen) gehe gut mit dir um. Viel Arbeit heißt nicht immer gleich Burn out! Aber sich mit Freunden treffen kann trotzdem auch mal netter sein! Oder eine schöne Schnulze im Fernsehen! Schütze dich vor Menschen, die destruktiv sind und viel zu schimpfen haben. Lasse diese Menschen nicht auf dich einwirken. Bleibe gut bei dir und lass dich von Klatsch und Tratsch nicht ablenken. Schütze dich vor den Kontakten die einseitig sind. Wenn du merkst, dass du immer wieder mehr gibst als Du zurückbekommst, dann prüfe, ob es dir wirklich gut tut, wenn du mit diesen Menschen zusammen bist.
Forscher finden heraus dass die Beeinflussung der Gedanken sehr hilfreich ist bei der Umsetzung in die Tat. Wir Menschen sind in der Lage, uns so sehr auf etwas zu konzentrieren, dass wir es am Ende sogar mit körperlichen Phänomenen zu tun haben. Unser Puls kann sich verändern und unsere Körpertemperatur. Wir können in den Zustand der Trance geraten und ein bestimmtes Anliegen völlig in den Vordergrund stellen, so dass wir damit beschäftigt sind. Leider kommt es so häufig vor, das wir sagen ich kann das nicht, so das wir es am Ende glauben. Manchmal ist es der Tunnelblick auf ein Problem des nicht Könnens wenn wir diesen Tunnelblick einnehmen, können wir nicht mehr erkennen wo vielleicht die Lösungen stecken. Wir haben unseren Blick dann so sehr konzentriert auf das was nicht geht das wir gar nicht mehr glauben können dass es doch geht. Unser Unterbewusstsein kennt keine Verneinung, Zum Beispiel wenn wir versuchen keine Angst zu haben, weil wir Angst haben, sind wir nur noch mit der Angst beschäftigt. Unsere Gedanken kreisen nur noch um Angst. Umgekehrt gilt dies aber auch, wenn wir etwas so sehr in unser  Zentrum rücken, dass wir nur noch darum kreisen, dann können wir vielleicht einfach mal anfangen lösungsorientiert statt Problemorientiert zu schauen. Wenn wir uns darin üben, in allem auch etwas Positives zu finden, dann lernen wir das auch. Wenn wir statt auf Probleme auf Lösungen schauen, dann sehen wir sie auch schneller oder leichter. Wir kennen das alles auch von uns selbst und in unserer Arbeit. Wenn wir um Unterstützung gebeten werden ist der Blick freier und offener.  Wir sind nicht so nah dran wir haben die innere Freiheit und kommen auf Ideen auf die Betroffene oft nicht kommen. Deshalb macht es Sinn, sich selbst auch auf diese Weise zu begegnen. Wenn es ein Problem gibt, dann sollten wir nicht so sehr auf das Problem schauen, sondern auf das was eigentlich anders wäre, wenn es dieses Problem nicht gäbe. Was ist dann anders, woran würde ich merken, dass es das Problem nicht gäbe. Es gibt dabei kein Gut und kein Schlecht.

Tipps sind auch Ratschläge und Ratschläge sind auch Schläge: aber hier trotzdem!
Schule deinen Blick für Positives, für das Gute, für das Glück, für den Blick auf das, was gelingt und gelungen ist.
Befähige dich, die Realität offen wahrzunehmen, Gefühle angemessen auszudrücken, Vertrauen in andere Menschen zu entwickeln, emotionale Bindungen aufzubauen, dich aus Verstrickungen zu lösen.
Erarbeite dir eine gute Erinnerungsfähigkeit, respektiere die sexuelle Selbstbestimmung anderer, reflektiere dein eigenes Handeln, habe die Bereitschaft zur angemessenen Übernahme von Verantwortung, geh mit dem Willen zur Wahrheit und Klarheit, habe die Hoffnung auf gute Lösungen von Problemen.

 

 


Thema Stress

Vor etwa 100 Jahren gab es den Begriff Stress noch nicht. Geprägt wurde der Begriff erst durch den Stressforscher Hans Selye, Einführung in die Lehre vom Adaptionssyndrom, Georg Thieme Verlag
Ein gewisses Maß an Stress tut uns Menschen gut, wir brauchen ihn zur inneren und äußeren Aktivierung. Wir fühlen uns gut, wenn wir eine Herausforderung meistern. Wir tanken für unser Selbstwertgefühl auf und gewinnen an Selbstvertrauen. Es stärkt unseren Antrieb und sorgt dafür, dass wir uns gut versorgen können. Ohne ein gewisses Maß an Stress würden wir nicht existieren können. Der eine Teil hält uns am Leben und der andere Teil behindert unser Leben. Wenn die Dosis Stress zu hoch ist, fangen wir an, daran zu erkranken.
Was ist Stress und wie wirkt es sich aus, wie können wir uns schützen?
Stress ist erst einmal eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf äußere Reize. Es ist eine psychische und oder physische Reaktion auf etwas, dass von Außen einwirkt. Unser Körper bereitet sich in unbekannten oder bedrohlichen Situationen auf Kampf oder Flucht vor.
Körperlich geschieht in der Situation folgendes: Blutdruck und Puls steigen an, Atmung geht schneller, Muskeln sind angespannt, Hormone werden stärker ausgeschüttet und sorgen so dafür, dass sehr schnell zusätzliche Energie freigesetzt wird und wir dadurch schneller reagieren können. Unsere Sinne sind in diesen Situationen geschärft und auf höchstem Niveau, im Erfassen was geschieht.
Wir benötigen diese körperliche Alarmbereitschaft nicht wirklich, da es sich beispielsweise um Anspannungen im "normalen" Alltag handelt, ist es in der Regel gar nicht erforderlich, dass wir Kämpfen oder Flüchten. Also hat unser Körper in sich einen Druck, der nun aber nicht einfach so abgebaut werden kann. Unser Körper ist vorbereitet auf eine Extremsituation und die bleibt aus. Die Abreaktion dessen, was unser Körper hochgefahren hat bleibt aus. Wenn es uns mit adäquaten Mitteln gelingt, diesen inneren Druck abzubauen, ist die Gefahr psychisch oder physisch zu erkranken gering.
Gelingt es uns nicht, diesen Druck abzubauen, bleibt unser Körper in dieser hohen Anspannung stecken. Geschehen diese Abläufe häufiger, bleiben wir in immer schwierigeren inneren Anspannungsprozessen verhaftet und reagieren mit organischen oder seelischen Erkrankungen.
Dies führt auf Dauer zu Symptomen, die uns krank machen.
Leistungsfähigkeit sinkt.
Konzentrationsfähigkeit nimmt ab.
Reizbarkeit nimmt zu.
Bluthochdruck
Immunsystem wird geschwächt.
Herz- und/oder Gefäßerkrankungen steigen an.
Lungenerkrankungen, Alpträume und/oder Schlafstörungen, Magen-/Darmprobleme, Rückenprobleme, Kopfschmerzen und/oder Migräne
Atemlosigkeit, Energielosigkeit, Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit, Machtlosigkeit, Irritierbarkeit, Vergesslichkeit Fähigkeit Entscheidungen zu treffen, sinkt.
Aber auch der Versuch der Stressbewältigung macht Symptome. Wir versuchen zu bewältigen, indem wir übermäßig oder zu wenig essen, Tabak, Alkohol oder Medikamente konsumieren um zu kompensieren, zuviel oder zu wenig schlafen, und vieles mehr.
Was sind Stressfaktoren?
Wir denken oft, die Situation ist stressauslösend, aber das wäre zu einfach gedacht. Wir Menschen haben unterschiedliche innere Bewertungsmechanismen. Jeder Mensch hat eine gewisse Individualität in sich, mit der er mit belastendenden Situationen umgeht und sie deutet. Deshalb wirken sich die Stressoren nicht auf alle Menschen gleichermaßen belastend aus.
Wir bewerten Ereignisse sehr unterschiedlich: Tod, Behinderung, Verluste, Scheidung, Armut, Ärger im Beruf oder in der Familie, Schichtarbeit, Schuldgefühle, Einsamkeit, Angst, finanzielle Schwierigkeiten, Hohe Verantwortung, Kälte, Wärme, Lärm, Hetze, hohe eigene Erwartungen, Versagensangst, Reizüberflutung, Krankheit, Wettkampf und vieles andere mehr.
Für den einen kann es eine hohe Belastung sein, während es für den anderen gut bewältigbar bleibt. Die Menschen, die selbst erst mal keine gute Stressregulation erzeugen können, sollten dies jedoch versuchen zu lernen, damit sie auf Dauer gesehen nicht an den für Stress typischen Symptomen erkranken müssen. Eine gute Selbstregulation verhindert oder reduziert möglicherweise sowohl psychische als auch physische Erkrankungen. Außerdem sind wir durch eine gute Selbstregulationsfähigkeit in unserem sozialen Umfeld und in uns selbst sicherer und gefestigter. Einige Stresssymptome können auch medizinische Gründe haben. Oft sind sie jedoch Reaktionen des Körpers auf ungenügendes Stressmanagement.
Wir können in der Regel relativ hohe Dosen an Stress ertragen bzw. verarbeiten, wenn wir insgesamt eine entspanntere Haltung einnehmen können. Hierzu gibt es reichlich Übungen wie z.B. Yoga, Meditation, Autogenes Training, PMR (progressive Muskelrelaxation nach Jacobson) oder auch Imaginationsübungen. Hier können wir lernen, zu guter innerer und äußerer Ruhe zu gelangen. Jeder Mensch muss für sich selbst schauen, welche Möglichkeit der Entspannung ihm gut tut, wir sind individuelle Wesen, nicht jeder mag solche vorgegebenen Übungen, und nicht jede Übung ist für jeden Menschen geeignet. Generell ist es auch hilfreich eine grundsätzliche Überprüfung der inneren Haltung vorzunehmen. Denn unsere Einstellung kann schon vieles an innerer Haltung bewirken.
Überlegungen zur Bewältigung:Ressourcenorientierte Gedanken
Sport im Alltag einplanen.
Große Aufgaben in kleinere Aufgaben aufteilen.
Ziele focussieren und in kleinere Ziele umwandeln.
Erzielte Teilerfolge erkennen und sie wertschätzen.
Um Hilfe zu bitten.
Wir sollten uns von Menschen distanzieren, die uns nicht gut tun.
Kontrolle abgeben, die uns nicht gut tut.
Eine gute Schlafkultur möglich machen.
Bewusst schöne Dinge sehen und sich daran erfreuen.
Aus den Dingen, die nicht so gut funktioniert haben, das mitnehmen, was weiterbringt und das andere liegenlassen.
Mit Freunden offene und persönliche Gespräche führen.
Gute Nahrung zu sich nehmen.
Anschauen wie meine Pausenkultur aussieht, passt sie heute noch oder muß ich sie anpassen an meine jetzige Lebenssituation.
Uns Zeit für Musik nehmen, ganz bewusst ein Musikstück anhören und nichts dabei tun.
Einen ganz bewussten Feierabend machen.
Den Feierabend individuell so gestalten, dass wir dort viel Energie auftanken können.
Erkennen welche Form der Erholung uns persönlich besser entspricht. (Couch, Füße hoch legen, lesen, fernsehen, Freunde treffen, spazierengehen, Plaudern, Schweigen, Sport treiben, schlafen....
Nicht alles auf einmal machen, morgen ist auch noch ein Tag.

Thema Angst:
Warum haben wir Angst? Unsere Vorfahren lebten in Höhlen, weil sie dort vor wilden Tieren und Gefahren geschützt waren. Es war wichtig diese Angst zu haben, wir nennen es heute Urangst, sie war damals fürs Überleben wichtig.
Warum zittern wir vor Angst? Unser Körper ist in Alarmbereitschaft. Muskeln werden vorgewärmt. Kampf- oder Fluchtbereitschaft ist die Ursache für die körperliche Veränderung. Das Hormon Adrenalin wird in der Nebenniere produziert, wird es ausgeschüttet, aktiviert es den Körper für Extremsituationen. Viel Blut wird in die Muskulatur geleitet und dadurch werden die Muskeln warm, vergleichbar mit einem Aufwärmtraining im Fitnessstudio. Bei sehr großer Angst führt das dazu, dass die Muskeln so heftig angespannt werden, dass sie zu zittern beginnen.
Wieso schwitzen wir vor Angst? Der Organismus kühlt unseren Körper vor, weil er sich auf Kampf oder Flucht und die damit einhergehende körperliche Anstrengung einstellt. Dies geschieht völlig instinktiv.
Was geschieht bei Angstattacken im Körper. Das Herz schlägt schneller, die Verdauungsfunktion wird eingestellt, die Atmung wird flacher und wir fangen an zu schwitzen, um den Körper vorzukühlen. Alles ist für den schnellen Sprint vorbereitet beispielsweise bei der Flucht oder für die höchste Leistung beim Kampf. Der Körper zieht das Blut in Herz und Lungen, die Haut wird weniger durchblutet, deshalb ist der Angstschweiß auch kalt.
Was geschieht bei Stress in unserem Körper? Bei Stress stellt sich unser Gehirn auf Kampf- oder Fluchtmodus ein. Je älter wir werden um so automatischer (instinktiver) läuft dieser Prozess ab. Der Körper folgt uralten Gesetzen. Bei Stress wird die Blutbahn mit den Hormonen Adrenalin und Cortisol auf der Adrenalindrüse geflutet. Die Muskeln spannen sich an, Aterien ziehen sich zusammen, das Herz pumpt schneller, der Blutdruck steigt an und die Sinne sind geschärft. Dieser Zustand schädigt den Körper.

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